Mit dem Naturskizzenbuch unterwegs – Meine Basis-Ausrüstung

Nichts ist ärgerlicher als Lust und Zeit zum Zeichnen zu haben und dann aber kein Skizzenbuch dabei zu haben.

Oder mit dem Aquarellieren zu starten und mittendrin merken: Ist ja gar kein Ocker im Kasten!

Damit ich immer, wenn mich die Muße packt, bereit bin zum Skizzieren in meinem Naturskizzenbuch habe ich mir ein Basis-Set, eine Grundausrüstung an Materialien zusammengestellt.

Skizzenbuch Ausrüstung und Material für den Start - Pleinaire Sketch-Set

Praktisch verpackt in einer Tasche, kann ich mir mein Skizzenbuchset entweder direkt umhängen, oder in meinen Wanderrucksack packen.

Damit ich nicht unnötig Material mitschleppe, habe ich diesen Sommer mal darauf geachtet, was ich tatsächlich unterwegs auch nutze und mir so eine Grundausrüstung zusammengestellt, die immer mitkommt.

Die Basisausrüstung fürs Aquarell-Skizzenbuch unterwegs

Beim Zusammenstellen meines Aquarell- und Skizzenbuchsets für unterwegs habe ich zwei Prinzipien beachtet:

  1. Weniger ist mehr – lieber ein kleines Set, dass ich gerne mitschleppe, als ein großes, dass ich nie benutze
  2. Nichts Neues kaufen – nutze was Du hast!

 

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Die Tasche

Eine wunderbare Kombination aus Punkt eins und zwei: Die alte Kartentasche von meinem Vater. Da ist vorne so ein Klarsichtfach für Deine Topografische 1:25000 Wanderkarte…oooooder für Deine Stifte.

Die Tasche ist 22 mal 22 Zentimeter und nicht sehr tief, sie fasst also nur eine begrenzte an Material.

Gut, dass ich sowieso ein kleines Skizzenbuch bevorzuge.

Skizzenbuch Ausrüstung und Material für den Start - Pleinaire Sketch-Set

 

1 – Das Skizzenbuch

Mein Favorit ist das Watercolourbook von Hahnemühle in DIN A5 im Hochformat. Das Papier ist, wie der Name schon sagt, für Aquarell geeignet.

2 – Die Farben

Eine kleine metallene Bonbon-Dose (, da hat mir meine Oma mal Knöpfe drin geschickt) mit einer kleinen Auswahl an elf Aquarellfarben. Je nach Lust, Laune, Jahreszeit und Motivpläne ergänze ich die Farben aber.

Die Näpfe werden mit Magnetklebeband an der Dose festgehalten und können ganz einfach ausgetauscht werden. Die Farben selbst fülle ich regelmäßig mit Aquarellfarbe aus Tuben aus.

Aquarellpalette für unterwegs

Meine Standardfarben sind

  1. Echtgelb
  2. Chinachridon Rosa
  3. Ultramarinblau
  4. Cyan
  5. Türkis
  6. Echtrot
  7. Siena gebrannt
  8. Umbra gebrannt
  9. Lichter Ocker
  10. Phatalogrün
  11. „Saftgrün“ – Selbstgemachte Mischung Gummigutt und ein Hauch Phatalogrün

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3 – Die Stifte und Pinsel

Als Pinsel habe ich meist nur einen Wassertank-Pinsel dabei. Die liegen gut in der Hand und haben eine erstaunlich gute Spitze.

Gelstift in Weiß und Tintenstift in schwarz – hier bin ich nicht besonders Markentreu, ich nehme die, die ich gerade finden kann.

Hast Du Erfahrung mit Tintenstiften und Gelstiften und kannst mir eine Marke aufgrund ihrer Dauerhaftigkeit empfehlen?

Schreibe mir doch einen Tipp in die Kommentare – danke.

Mein mechanischer Bleistift ist so viel praktischer, als ein normaler Bleistift, weil die Spitze immer spitz ist und nicht in der Tasche abbricht. Ich benutzt eine 0,75mm Miene in HB.

Meist fliegt aber noch ein anderer Bleistift in der Tasche rum, in schön weich und schmierig.

 

4 – Extras

Der Wassertankpinsel braucht nicht unbedingt ein extra Wasserglas, aber mit geht es doch schneller. Deshalb habe ich meist ein kleines Schraubglas mit Wasser dabei.

Ein Mallappen zum Pinsel reinigen und Farbe abtupfen. (Ein Papiertuch goes a long way. Und Stofftaschentücher gehen auch)

Extra Palette – Der weiß lackierte Deckel der Bonbondose bietet zwar Platz zum Mischen, aber, wenn mir das nicht reicht schleppe ich einen halben Porzellanteller zum Mischen mit mir rum. Auf Porzellan lässt es sich besser Mischen, als auf Kunststoff und verfärbt sich nicht nach der Benutzung.

Wenn Du noch eine Palette brauchst empfehle ich aus vollem Herzen weiße Teller oder weiße Porzellan-Paletten, statt neue Kunststoffpalette zu kaufen.

 

Packe Dein eigenes Naturskizzenbuch-Set

Dies ist, wie gesagt, meine Grundausstattung für eine schöne Skizzenbuchpraxis. Du brauchst vielleicht anderes Material, vielleicht mehr, vielleicht weniger.

Ganz egal, was Du unterwegs zum Malen und Zeichnen benutzt, ich würde Dir raten ein Skizzenbuch-Set fertig zusammenzupacken, damit Du es immer ohne großes Suchen mitnehmen kannst, wenn Du rausgehst.

 

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10 Kommentare

  1. Ach wie toll! Mit Deinem Set könnte ich mich auch anfreunden. Die Zusammenstellung passt perfekt.
    Danke für den Einblick und ddas pdf.

    Liebste grüße, Doro Kaiser.

  2. Hi Gesche,vielen Dank für den hilfreichen Beitrag und den Blick in Dein „survival kit“ ;-) An alles gedacht, sogar an Kekse,sind tatsächlich sehr wichtig :-) Freue mich, wieder von Dir zu lesen und wünsche weiterhin eine kreative Herbstzeit!

    Liebe Grüße
    Alex

    • Hallo Alex,
      schön, dass du mich trotz langer Blogpause noch gefunden hast :)
      Dir auch einen schönen kreativen Herbst und Winter.
      LG, Gesche

  3. Liebe Gesche,
    nach wie vor träume ich ja davon, auch mal so ein tolle Buch zu haben und vor allem endlich Malen zu können ;-) Aber mein Zeit hat es auch diese Jahr leider nicht zugelassen. Hmm….vielleicht ist das ja was für die Garten Fräulein Rente ;-)

    • Liebes Gartenfräulein,
      es ist ja nie zu spät anzufangen :) Aber das mit der knappen Zeit kenne ich. Die Zeit, die ich mit Malen verbringe, wird eindeutig von anderen Dingen (, wie Stricken oder Garten) abgezogen.
      Es ist ja egal, wie man seine Kreativität auslebt – Hauptsache man tut was.

      LG, Gesche

  4. Hallo! Ich bin durch Zufall auf deinen Blog gestoßen und bin begeistert. Deine Tipps für Skizzenbücher und deine Aquarell-Zeichnungen sind wirklich wunderschön! Ich lese oder schaue mir sowas immer sehr gerne an um mich inspirieren zu lassen und mich an neuen Dingen auszuprobieren. Mittlerweile habe ich Aquarell auch für mich entdeckt, traue mich aber noch nicht so ganz damit weiterzuarbeiten.Bisher nutze ich nur einen gewöhnlichen Farbkasten mit Pinsel, wobei ich denke, dass ich mit einem Wassertankpinsel besser umgehen könnte. Ich habe in meiner Anfangsphase einige verschiedene Methoden zum Zeichnen ausprobiert und ein altes Aquarell-Bild neu gezeichnet und nach Jahren wieder mit Aquarell gearbeitet und war positiv überrascht von dem Ergebnis. Zwar habe ich etwas länger gebraucht als bei herkömmlichen Marker, Buntstift- oder Kugelschreiber-Zeichnungen, aber dies hat mir neue Eindrücke verschafft und ich habe mich beim Arbeiten sehr entspannen können!

    Ich hätte da zwei Fragen an dich und zwar: Kannst du gute Aquarell-Sets für Anfänger empfehlen? Die zweite wäre: Wie genau gehst du bei deinem Skizzenbuch vor? Viele lassen immer eine Seite frei wenn sie mit Bleistift arbeiten, um mögliches verwischen oder abdrucken zu vermeiden. Lässt du bei Bleistiftzeichnungen immer eine Seite frei?

    Das wärs dann fürs erste, ich werde noch etwas weiter auf deinem Blog rumstöbern,

    Liebe Grüße,

    Alexandra

    • Liebe Alexandra,
      willkommen und danke!
      Also zum Set: Ich würde für Anfänger einen Metallkasten mit 12 Farbnäpfen empfehlen, aber mit Raum für 24. Dann hat man genug zum Ausprobieren und kann dann leicht ausbauen. (Oder du kaufst einen leeren Kasten aus Metall und kaufst die Farben einzeln.) Die Kästen gibt es z.B. von Schmincke oder Lukas.
      Ich weiß nicht, ob Du Dir schon meine Ressourcenliste für Botanische Aquarelle runtergeladen hast, dort Liste ich LIeblingstöne und Pinsel etc. auf.
      http://geschesanten.com/ressourcenliste-aquarell/

      Zum Skizzenbuch: Ich bin unglaublich unordentlich in und mit meinem Skizzenbuch. Ich arbeite darin weder besonders ordentlich, noch bin ich sorgsam im Umgang damit. Schließlich schmeiße ich es gerne mal in meine Rucksack oder gerate in einen Regenschauer.
      Da ich zu 90% mit Aquarell arbeite und die Farbe im Watercolorbook von Hahnemühle nicht auf der Papierrückseite durchdrückt, bearbeite ich eigentlich fast immer alle Doppelseiten. Gelegentlich lasse ich aber Seiten frei, wenn mein weicher Bleistift schmiert oder die Seite sich etwas stark gewellt hat.
      Ich habe da wirklich keine harte Regel. Ich mache das, was grad nötig ist.
      Das erleichtert für mich das Arbeiten im Alltag. Mein Skizzenbuch ist ein Arbeitsbuch und nicht so „wertvoll“, mehr Werkzeug, als Kunst.
      Nachteil ist dabei natürlich, dass mein Skizzenbuch nie so schön aussieht, wie so manche auf Pinterest :) Da kann ich nicht durchblättern und alle ist hübsch.

      Aber das muss ja auch nicht sein.
      Ich hoffe, dass dir das weiterhilft.
      LG, Gesche

  5. Dank deinem wunderschönen und sehr informativen Blog verspüre ich auf einmal den ungemeinen Wunsch es auch mal mit der Aquarellmalerei zu versuchen. Mal sehen, ob und wie ich das mit meinen anderen vielen Hobbies verbinden kann.

  6. Hallo Gesche,
    ich habe vor ein paar Wochen (wieder) angefangen zu zeichnen und entdecke gerade erst das Aquarellmalen für mich. Beim Stöbern im Netz bin ich auf dein Blog gestoßen und bin begeistert. Vielen Dank für die tollen Tipps und Anregungen und deine wunderschönen Bilder!
    Ein Naturskizzenbuch – wieso bin ich da nicht selbst drauf gekommen? Vielleicht habe ich es mir als Anfänger nicht zugetraut … Nun, die ersten Skizzen sind gemacht und ich will es schon jetzt nicht mehr missen. – Herzlichen Dank fürs Anschubsen!

    Liebe Grüße,
    Silke

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