Februar-Feldnotizen: Vorfrühling unter einer Schneedecke

Die ersten Wochen des Jahres waren bei mir… sagen wir: eher Schneesturm als sanfter Vorfrühling. 

Trotzdem (oder gerade deshalb) habe ich weiter an den Vorfrühlings-Projektwochen festgehalten — und mich mit Narzissen, Vergissmeinnicht aus den Vorjahren und ein bisschen Trotz-Malen durch den Rest Winter gearbeitet.

In diesem Video nehme ich dich mit in meinen Vorfrühling: Schnee, Skizzenbuch (DIY Leporello), Narzissen — und der Blick nach vorn auf das erste frische Grün.

(Darunter gibt es noch ein Text-Version.)

Die ersten acht Wochen des Jahres sind vergangen. Und ehrlich: Sie sind an mir vorbeigerauscht wie ein Schneesturm.

Völlig entgegen meiner sonstigen Vorliebe für saisonales Malen habe ich das Vergissmeinnicht-Leporello begonnen, von dem ich im Januar erzählt habe.

Ich konnte Poseidon-sei-Dank auf sehr viele Fotos von mir zurückgreifen. So sind das Bunte Vergissmeinnicht von 2024 und das Hügel-Vergissmeinnicht von 2025 schon auf dem Papier gelandet.

Ich bin jetzt sehr gespannt, welche Arten ich dieses Jahr, wo ich bewusst danach suche, noch finden werde. Und, mit was ich das Leporello noch ergänze. Ich denke über Zeigerwerte nach. Und über eine (stilisierte) Karte der Fundorte.

Zwei Aquarellskizzen von Vergissmeinnicht auf einer Holztischplatte

Auch für die (ansonsten wirklich schönen) Vorfrühlings-Projektwochen war der Schnee eine echte Herausforderung.

Und ich merke: Ich mag einfach keinen Schnee mehr sehen. Meine norddeutsche Seele ist auf 6 Grad und Nieselregen ausgelegt, nicht auf sechs Wochen Frost.

Wenn die Natur deine Pläne auslacht

Die letzten Wochen haben mal wieder gezeigt, warum Arbeiten mit der Natur einem Demut abverlangt.

Als ich im Dezember den Januar und Februar geplant habe, da hatte ich schon Vorstellungen und Erwartungen.

Ich würde im Januar aus der Vielfalt an Frühblühern in der Gärtnerei ein Motiv für die Projektwochen auswählen.

Und im Februar startet dann der Vor-Frühlingskurs, während dem ich Pflänzchen um Pflänzchen zeigen kann, was so an Vor-Frühlings-Zeiger vor meiner Haustür erwacht.

Schneeglöckchen, Krokusse, Winterlinge.

Während wir unser Skizzenbuch-Projekt auf der Fensterbank beobachten, erwacht auch draußen der Frühling.

Doch es kam anders.

Meine lokalen Gärtnereien stornierten im Januar ihre Frühblüher-Bestellungen wegen des Dauerfrostes. Egal. Dann malen wir eben eine Osterglocke. Die gibt es überall und sie ist technisch auch eine interessante Herausforderung.

Anfang Februar lag dann immer noch Schnee. Mitte Februar hatte ich für zwei Tage Plusgrade und Hoffnung. Und dann wurde es sofort wieder verschneit.

Am Valentinstag war die Auswahl an Frühblühern in den Geschäften immer noch recht begrenzt.

Ist aber okay. Denn ich hatte die Hoffnung eh schon mal vorsichtshalber aufgegeben.

Kurs-Revue: Narzissen trotz Schnee

Während ich das hier schreibe, habe ich die vierte und letzte Woche der Vorfrühlings-Projektwochen schon fertig gemalt. Meine Teilnehmer sind noch in Woche drei.

Wenn du das hier liest, neigt sich der live betreute Teil der Narzissen-Skizzenbuch-Wochen dem Ende zu.

Darum kann ich jetzt schon ein wenig Revue passieren lassen:

Der Kurs hat gehalten, was ich versprochen habe. Er war ein Winterloch-Retter und hat Woche um Woche Schwung ins botanische Skizzenbuch gebracht.

Und obwohl das Wetter gegen uns (gegen mich persönlich!) war, sind die Wochen richtig gut gelaufen.

Es hat mir so eine Freude gemacht, die Bilder der Teilnehmenden Woche um Woche zu sehen. Beim Wachstum ihrer Perlhyazinthen mitzufiebern. Und mit ihnen ihre Narzissen-malen-Erfolge zu feiern.

Blick nach vorn (mit leichtem Misstrauen)

Jetzt blicke ich schon nach vorne und plane den Frühling. Oder versuche es zumindest. Denn das Misstrauen in die Witterung sitzt tief.

Ich dachte daran, für den offiziellen (astronomischen) Frühlingsanfang am 20. März einen kostenlosen Workshop rund ums Blätter malen anzubieten.

Frei nach dem Motto „es grünt so grün“ wollte ich am Beispiel der ersten kleinen, frischen Kräuter (Giersch, Veilchen, Schaumkraut) eine Sammelseite mit verschiedenen Blattformen, -farben und -texturen anlegen (in Aquarell natürlich).

Doch jetzt setzt die Sorge ein.

Wenn der Workshop am 20. März live geht, dann muss ich ihn spätestens in der Woche vom 9. März filmen. Das ist in knapp zwei Wochen.

Liegt da dann noch Schnee?

Wächst da dann überhaupt schon was?

Denn eigentlich müsste ich ab nächster Woche anfangen, dir den Einladungslink zu schicken und auf Instagram darüber zu posten, damit in 3–4 Wochen auch wirklich alle davon gehört haben.

Aber ich möchte auch nichts versprechen, was ich nicht einhalten kann.

Als jemand, die gerne plant und Ergebnisse so weit wie möglich kontrolliert, ist das ein echtes Horror-Szenario.

Da muss ich wohl Kontrolle loslassen lernen.

Ungern 😉

 

Wenn du dich schon mal für den kostenlosen Workshop anmelden willst, EGAL WANN im März er genau ist, dann kannst du das hier machen.