Einblicke ins Skizzenbuch– malende Naturforscherinnen erzählen: Isabella

Isabella ist der Inbegriff der Malenden Naturforscher*in. Sie liebt Malen, Zeichnen und Farben und ist einfach gerne draußen in der Natur unterwegs. Sie malte und zeichnete schon seit ihrer Kindheit, hatte aber, wie so viele, eine lange Kreativpause.

Die Aquarellmalerei hat sie erst in 2018 durch den Onlinekurs „Gemaltes Herbarium“ wieder neu entdeckt.

Unter https://www.isabellalovesflowers.com/ teilt sie ihre kreativen Projekte und Gedanken rund um die Schönheit der Natur.

„Mich faszinierte schon immer die Natur in ihren Farben, Formen und Strukturen. Gerade in der Naturmalerei gibt es so viele wunderschöne kreative Möglichkeiten, ob abstrakt oder realistisch dargestellt.“

Ihr Ziel ist es sich stetig weiter zu entwickeln, nicht nur durch harte Arbeit, sondern auch durch ganz viel Freude an dem, was sie malt.

Einblicke ins Skizzenbuch– malende Naturforscherinnen erzählen
Botanische Aquarell malen lernen

Ihre größte Herausforderung dabei ist meist ihr eigener Perfektionismus.


“Gerade wenn man (wieder) anfängt, macht man sich selbst enorm Druck und erwartet, dass alles auf Anhieb gelingt. Das funktioniert einfach nicht. Ich musste erstmal lernen den Perfektionismus in eine Box zu sperren, um wieder anfangen zu können.“

Dabei verliert sie aber ihren größten Traum nicht aus den Augen: Eines ihrer Bilder in einer Ausstellung für Botanische Kunst, wie im Forum für Botanische Kunst oder beim RHS in England.


„Wer es da schafft gehört zu den großen botanischen Künstlern. So präzise malen zu können, ist wirklich magisch… und bis es soweit ist, muss ich noch ein bisschen was tun. Der Weg ist schließlich das Ziel.“

Den ersten Anstoß dazu hat ihr der Onlinekurs „Gemaltes Herbarium“ gegeben.

In den Kursen habe ich die Basistechniken kennengelernt, wie ich meine Zeichnungen angehe, wie ich die korrekten Farben mische und wie ich nach Beendigung des Kurses selbstständig weitermalen kann. Dann wie ich die unterschiedlichen Blätter und Blüten male, kurz, ich habe eine sehr gut strukturierte Anweisung erhalten anhand der unterschiedlichen Malprojekte, die ich auf alle meine eigenen erstellen Zeichnungen/Malereien anwenden kann. In den Live Sessions [in der Facebookgruppe] konnte ich gezielt Fragen stellen, das war prima, denn so konnte ich meine Arbeiten verbessern.“

Einblicke ins Skizzenbuch– malende Naturforscherinnen erzählen
Botanische Aquarell malen lernen

Ich mochte die Schritt-für-Schritt-Anleitung wie man ein Projekt beginnt und beendet. Vor allen die unterschiedlichen Motive, die sich auf die ganzen Pflanzenfamilien beziehen, waren extrem hilfreich bei der Observation und Umsetzung. Dazu noch das Lehren des selbstständigen Mischens der Farben ist prima. Auch das korrigieren von Fehlern war super hilfreich, das finde ich, fehlt in anderen Onlinekursen komplett. Gerade beim Aquarellmalen ist das ein Rettungsanker.“

Pleinair oder lieber drinnen?

Isabella bekennende Tischmalerin und bevorzugt einen festen Untergrund.

„Wenn ich in der klassische Maler-Klemme (Skizzenbuch in der Armbeuge) male, sieht es nach Kindergarten aus, noch schlimmer, wenn ich das auf den Knien tun muss. Mittlerweile gibt es tolle Künstlertaschen, die sich umklappen lassen und ein cleveres Gurtsystem haben, so dass ich einen kleinen tragbaren Tisch daraus machen kann. Ist besonders super, wenn man viel umhergehen muss beim Zeichnen.“

Dafür hat sie sich (endlich) ein eigenes kleines Malzimmer eingerichtet, „ein echter kleiner Luxus“. Dort setzt sie sich mit ihrer extra großen Teetasse und hört zum Malen gerne entspannende Musik. Sogar eine kleine Meditationsecke hat sie sich dort eingerichtet, um eine Auszeit von Projekten nehmen zu können.
Da Isabella Vollzeit berufstätig ist, spart sie sich große Malprojekte immer fürs Wochenende oder für freie Tage auf.

„Da mein Skizzenbuch immer dabei ist, skizziere ich immer, wenn die Gelegenheit sich ergibt.“

Einblicke ins Skizzenbuch– malende Naturforscherinnen erzählen
Botanische Aquarell malen lernen

Ich liebe, was Isabella noch über ihre Skizzenbücher sagt:

„Skizzenbücher sind so wichtig, um sich selbst zu schulen. Ich arbeite damit regelmäßig, fast täglich. Die sind auch weder ansehnlich, noch schön, nicht immer fototauglich, denn am Ende geht es hier ja um Skizzen. Ein Skizzenbuch, dass nur schön und perfekt ist, gibt es nicht. Ziel ist es, sich weiterzuentwickeln, das Auge zu schulen, Proportionen zu üben und ein besseres Gefühl für die eigene Arbeit zu bekommen, sprich eine gewisse künstlerische Selbstsicherheit zu entwickeln.“

Sie hat übrigens viele unterschiedliche Skizzenbücher gleichzeitig in Arbeit, eines für Bleistift, Bundstift und welche für Aquarell in verschiedenen Formaten. Wenn du dich also nicht auf ein einziges Skizzenbuch festlegen kannst oder willst: Du bist nicht alleine!

Ihr Lieblingsmaterial ist dabei ihr Midori, Travellers Journal:

„Mein Midori ist immer dabei. Viele kennen es auch als das Travellers Journal. Mittlerweile gibt es für dieses Buchsystem auch wunderbares Aquarell- und Skizzenpapier. Ich mag das tolle Leder, die Flexibilität des Systems – und umso älter es ist um so cooler sieht es aus… hat was von Indiana Jones. Was will eine Naturforscherin mehr?“

Mehr über ihr Equipment findest du hier auf ihrer Webseite https://www.isabellalovesflowers.com/equipment/

Einblicke ins Skizzenbuch– malende Naturforscherinnen erzählen
Botanische Aquarell malen lernen

Ihre Motive wählt Isabella ganz nach Lust und Laune, Wetter und die Jahreszeit. Was ihr gerade Freude bereitet.  Sie arbeitet direkt vom Motiv, macht unterwegs aber auch viele Fotos, denn sie mag es nicht Wildpflanzen zu pflücken.


„Wenn ich mein Fotoarchiv durchkämme, fällt mir das eine oder andere Bild in die Hände, wo sich dann meine innere Kreativ-Elfe meldet und eine To-do-Liste schreibt.“

Ihr Tipp für Anfänger*innen in botanischer Malerei und Naturskizzenbuch:

Wichtig ist, dass man sich durch den extremen Perfektionismus, der in der botanischen Malerei angestrebt wird, nicht verrückt machen lässt. Es gibt tausende Bilder im Internet, die die perfekten Bilder zeigen. Aber wenn man genau hinschaut, ist auch da nicht alles perfekt und diese Leute haben auch mal angefangen. Deswegen: Einfach anfangen, gar nicht überlegen, sondern Bleistift rausholen und zeichnen – Aquarellfarben zücken und Spaß haben.“

Das kann ich nur unterschreiben!

Mehr über Isabella und ihre Bilder und Skizzenbuchseiten findest du auf ihrer wunderschönen und besuchenswerten Webseite  https://www.isabellalovesflowers.com/

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Danke für diesen spannenden Einblick. Ich bin schon ganz gespannt auf die nächsten Beiträge…

    1. Danke Sybille :) Der nächste ist schon geplant! Hoffe, dass ich die nächsten Monate alle zwei Wochen ein Interview teilen kann. Mal sehen!

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